Dresden grüßt seine Gäste aus Graz und der Steiermark

WK2017-5132oder warum ein grünes Herz in uns schlägt…

Am Freitag des 3. Adventswochenendes war die Begrüßung unserer beiden Gastchöre VOCAL Stiefingtal und des Steirischen Jägerchores sowie der Stubnmusi des Steirischen Jägerchores Chefsache; der alte und neue Vorstand unseres Chores hatten sich chic gemacht; zwei davon zeigten sich in traditioneller Weise als Schokoladenmädchen und August der Starke, mit Stollen und mit der uns eigenen Herzlichkeit als sie unsere Gäste aus Graz und der Steiermark empfingen. Hannes Hoja erzählte etwas zur Geschichte des Stollens und zur Entwicklung des Striezels. Die Wiedersehens- und die Vorfreude auf das gemeinsame Wochenende waren riesengroß, wie man sich gegenseitig bei einem abschließenden Glühwein zum Start in Richtung des Dresdner Striezelmarktes versicherte. 

Am Samstag Vormittag standen die kulturellen Highlights unserer Stadt auf dem Plan und das Singen in der Frauenkirche. Beide Chöre haben die Frauenkirche zum Klingen gebracht. Die Männer des Steirischen Jägerchores haben nicht nur die kulinarischen Köstlichkeiten des Striezelmarktes genossen, sondern auf der zum Glück überdachten Bühne bei Graupelschauer auch zur Unterhaltung aller Gäste beigetragen. Danach fand die gemeinsame Weihnachtsfeier statt. Im Festsaal des Rathauses der Stadt Dresden wurde rund um die festlich geschmückte Weihnachtstanne zusammen diniert, gesungen und getanzt. Wir tauschten kleine Wichtelgeschenke aus. Das Steirische Kernöl und die anderen herzhaft-leckeren Sachen der Grazer kamen bei uns sehr gut an und auch die von uns liebevoll zusammengestellten kleinen Geschenke erfreuten ihre neuen Besitzer. Apropos Geschenke; wer im September 2015 noch kein grünes Herz der Steiermark bekommen hatte, dem wurde Samstagabend eins angesteckt; ein winziges Souvenir an eine unserer schönsten Konzertreisen der letzten Jahre ist so zum Symbol unserer Freundschaft geworden.

Auch das kulturelle Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen; echt russische Musiker mit Tschapkas, dicken Mänteln und Instrumenten unterhielten uns mit „Kalinka“ und anderen Volksweisen, die wir glatt mitsingen, -summen und -schunkeln konnten und einer unserer Bassisten spielte – filmreif – ein betrunkenes Häschen, welches sich traute verbal gegen einen Löwen anzutreten. Eine Seniorin aus den Reihen unserer fördernden Mitglieder erwies sich als von der Muse geküsst; selbstbewusst trug sie ein in lustige Reime gefasstes Gedicht auf sächsisch vor. Unsere Gastchöre überzeugten mit musikalischen Einlagen und so fiel uns überhaupt nicht auf, wie schnell die Zeit verging.

Natürlich war der Abend viel zu kurz, um alles auszutauschen, was in den letzten zwei Jahren seit unserer letzten Begegnung passiert ist und wir waren froh darüber, dass wir uns schon am nächsten Tag zu unseren gemeinsamen Weihnachtskonzerten wieder sehen würden. 

Gegen Mittag trafen wir uns zum Einsingen im Gemeindesaal der Martin-Luther-Kirche, in der jeweils am Nachmittag und am Abend ein gemeinsames Weihnachtskonzert geplant war.
Wir starteten zur Eröffnung des Konzertes mit dem Orgelstück Prelude on „God rest you merry“ von John Rutter, gespielt von unserer neuen 2. Chorleiterin Emelie Walther. Anschließend begrüßte der Moderator Jörg Fleckna die Konzertbesucher mit feierlichen Worten und schaffte einen gelungenen Übergang zu unseren ersten Titeln. Von der Empore herab sangen wir „Freue Dich Welt“ und das Weihnachtslied „Vom Himmel hoch“. Lange geübt hatten wir Frauen des Polizeichores Dresden auch unseren Titel „Veni Domine“, und trugen es dementsprechend stolz vor. Das Solo im Stück wurde von unseren stimmstärksten Sopranistinnen übernommen und löste selbst bei uns wohlige Schauer aus. Nach der Eröffnung überzeugten unsere Gastchöre mit glanzvoller musikalischer Leistung. Als die sechsköpfige Stubnmusi des Steirischen Jägerchores den Osttiroler Brautwalzer spielte, wurden nicht nur wir zum Schunkeln verführt, sondern auch unserem Publikum ging es teilweise so.

Abwechselnd mit unseren Gästen traten wir im Mittelteil des Konzertes noch einmal auf, wobei unsere Musici einen tollen Einstieg mit einer bearbeiteten Fassung von „Carol of the Bells“ hinlegten. Nach „Jubilate“ folgte unser diesjähriger Mitsingtitel „Süßer die Glocken nie klingen“, welches beim Publikum richtig gut ankam und euphorisch mitgesungen wurde. Unser Programm wurde abgerundet mit den Nutcracker Jingles und „Calypso Allellu“, ein englischer Titel im Gospel-Stil.

Unser Moderator erzählte zwischen den einzelnen Darbietungen von der großen verbindenden Rolle, die Musik spielen kann. Ob in der Schule oder der Familie, wo gesungen wird, entsteht meistens Harmonie und gute Laune.

Als unsere Gastchöre VOCAL Stiefingtal und der Steirische Jägerchor gemeinsam „Es wird schon glei dumpa“ sangen, leiteten sie so das Finale ein. Im Anschluss daran stellten wir uns mit den beiden anderen Chören auf der Bühne auf und jeder unserer drei Chorleiter dirigierte ein Weihnachtslied; mit Maja Seidel sangen wir „Es ist ein Ros entsprungen“, welches auch der Titel ist, bei dem unsere Kinder ihren Auftritt als Einzug der Kurrende haben. Mit der Chefin unserer Gastchöre Margit Weiss sangen wir „Stille Nacht“ und Torsten Petzold dirigierte uns bei „Oh du Fröhliche“. Letzteres wurde vom Publikum auch ohne extra Aufforderung kräftig mitgesungen.
Den Applaus vom begeisterten Publikum noch in den Ohren traten wir im Rausch des Erfolges ziemlich Endorphin geladen hinaus in den finsteren Nachmittag. Schneetreiben begleitete uns über die Straße von der Kirche ins Gemeindehaus.

Empfangen wurden wir von einem herzhaften Duft, da uns der Küchenchef der Polizeidirektion schon mit einer leckeren Soljanka erwartete. Kulinarisch gestärkt und nochmals eingesungen, absolvierten wir auch das Abendkonzert gemeinsam mit unseren beiden Gastchören mit Bravour.

Alle waren sich einig, dass beide Konzerte sehr gelungen waren, von Gänsehautfeeling bis Tränen in den Augen soll jedes Spektrum von musikalischen Genüssen dabei gewesen sein. Das erklärte dann nicht nur den anhaltenden Beifall und die Standing Ovation, sondern auch die erstaunliche Rekordhöhe der Kollekte von 2.750 €. Die Summe wird natürlich – wie jedes Jahr – einem sozialen Projekt unserer Stadt zu Gute kommen, wie in den vergangen Jahren den von der Diakonie betriebenen Nachtcafés in Dresden, welche für Obdachlose da sind.

Den Abend ließen wir dann mit unseren steirischen Gästen im „Augustiner“ ausklingen.

Neben zahlreichen Dankesworten wurden Gastgeschenke übergeben und traditionell überreichten wir unseren Gästen unter großen Begeisterungsstürmen einen Riesen-Stollen.

 

Eure

Ina Simon

 

Und hier wieder ein paar Impressionen:

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