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Nachbetrachtung zum Weihnachtskonzert
Zuletzt aktualisiert am Samstag, 03. April 2010 um 03:47 Uhr Geschrieben von: Horst Meier Sonntag, 27. Dezember 2009 um 11:40 Uhr
Das Weihnachtskonzert des Jahres 2009 ist nun schon wieder Geschichte!In den beiden Veranstaltungen, am 13.12.2009, 15.00 Uhr und 18.00 Uhr, sind die Erwartungen unserer Konzertbesucher sicherlich nicht enttäuscht worden, denn in der ausverkauften Martin- Luther- Kirche wurde ihnen weihnachtliche Musik in recht guter künstlerischer Qualität geboten.
Traditionsgemäß bereicherten wieder Gastensembles das Programm. Diesmal wirkten der Polizeichor Schwerin und die Windecker Alphornbläser mit. Polizeipfarrer Hans-Christoph Werneburg stellte die Gäste und alle Mitwirkenden des Konzertes vor und führte in bewährter Weise durch das Programm. Ich empfand es angenehm, wie es ihm gelang, die Bedeutung der Geburt Jesus` in Zusammenhang mit Problemen unserer Zeit zu bringen, und dies in unaufdringlicher, verständlicher Form.
Das Konzert eröffnete das Blechbläserquintett des Polizeiorchesters Sachsen mit einer Sonate von Johann Pezel. Von den Bläsern begleitet wurde anschließend der Polizeichor Dresden beim Gesang des „Canticorum jubilo“ von G. F. Händel.
Von der Orgelempore aus sang der Polizeichor Schwerin eine Folge recht unterschiedlicher weihnachtlicher Lieder: „Hoch tut Euch auf, Ihr Tore der Welt“ von Chr. W. Gluck, zwei zeitgenössische Adventslieder, ein Weihnachtslied aus Chile, eins aus Irland und „Ave maria, gratia plena“ von J. Arcadelt. Mit dem Gospel “O stille Nacht voll Jubelschall” von Bela Anda wurde diese Liederfolge beendet.
Eine ganz neue, ungewohnte Klangfarbe brachten die Windecker Alphornbläser ins Programm. Zunächst begleiteten sie uns bei „Echo und Friedensruf“ von F. Schüssele, danach spielten die sechs Musiker die Titel „Windecker Weihnacht“ und „Im Brunnenwälder Kirchlein“. Überwältigend, mit welcher Klangfülle das Kirchenschiff ausgefüllt wurde!
Im Anschluss daran sangen wir drei bekannte altböhmische Lieder im Satz von K. Riedl:
„Freu dich Erd und Sternenzelt“, „Kommet ihr Hirten“ und „Lasst alle Gott uns loben“.
Chorleiter Fischer forderte danach das Publikum auf, in den Gesang des Liedes „Guten Abend, schön`Abend“ mit einzustimmen. Hinter Textproblemen konnte sich dabei keiner „verstecken“, denn die drei Liedstrophen waren auf der Rückseite des Programmzettels abgedruckt. Es klang wunderbar!
Mit „O du stille Zeit“ präsentierte sich diesmal unsere Männergruppe. Dieser besinnlichen Zäsur folgte der gesamte Chor mit dem Lied „Jubilate“ von G. Kronberg. Schwungvoll ging es mit “Five Part Things“ von M. Locke weiter; interpretiert vom Bläserquintett.
Die Alphornbläser brachten mit „Abendruh“ Ihre Zuhörer zum Schmunzeln. Das Musikstück wurde mit dem Geläut von Kuhglocken eingeleitet und mit deren verhallendem Klang beendet – den Eindruck vermittelnd, dass es still wird auf der Alm.

Landeskirchenmusikdirektor, Herr Markus Leidenberger, wirkte schon bei mehreren unserer Konzerte mit, sowohl als Solist als auch zur Begleitung der Sänger. „Frohe Botschaft“ hieß das Orgelwerk von Oskar Wehrmann, das er diesmal zu Gehör brachte. Die gewaltige Klangfülle des Instruments ging bei der exzellenten Interpretation regelrecht „unter die Haut“.
Die gleiche Wirkung hoffen wir mit den beiden Gesängen , „Weihnacht“ und „Denn er hat seinen Engeln“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, bei unseren Zuhörern hinterlassen zu haben. Besonders hierbei waren alle Sänger um die gelungene Interpretation bemüht, um ihrem Chorleiter, Herrn Fischer, auf diese Weise Dank zu sagen für seine jahrzehntelange, erfolgreiche künstlerische Leitung des Polizeichores Dresden. Leider wird Herr Fischer nur noch unsere Konzertreise nach Nürnberg vom 18. bis 21. 12. begleiten, um danach seine Arbeit mit und für den Chor zu beenden.
Auch die Hirtenliederfolge, in der Manfred Grafe die bekannten Weihnachtslieder „Heiligste Nacht“, „Was soll das bedeuten“, „O laufet ihr Hirten“ und das festliche „Adeste fideles“ bearbeitet- und für Bläserbegleitung arrangiert hatte, konnte der Chor sehr ansprechend vortragen.
Während die Blechbläser ein Quintett von V. Ewald intonierten, wechselte das Bild im Altarraum, wo nun der Schweriner Chor Aufstellung nahm.
Auch die Schweriner konnten das Publikum mit Ihrem Gesang fesseln. Sie boten im folgenden Programmteil die Lieder „Freut euch all`“ von G. F. Händel, „Lied an das Licht“ von A. Oomen, „Little Drummer Boy“ von K. Davis, „Venite, exultemus Domino“ von W. Petersen und „Gloria in exelsis Deo“ Charles Gounod. Zwei Chorsängerinnen begeisterten mit der Darbietung des „Abendsegen“ aus Engelbert Humperdinks Märchenoper „Hänsel und Gretel. Die genannten Lieder wurden am E- Piano souverän begleitet von Frau Renate Grabbert- Rühs.
Zum Abschluss des gelungenen Konzertes fanden sich traditionsgemäß alle Mitwirkenden im Altarraum ein, um mit dem Publikum gemeinsam die wohl bekanntesten Weihnachtslieder, „Es ist ein Ros entsprungen“, „Stille Nacht“ und „ O du fröhliche“ zu singen. Während des Gesangs des ersten Liedes wurden im Kirchenschiff die Kerzen an den Enden jeder Sitzreihe angezündet. Als dann auch noch die Beleuchtung im gesamten Kirchenraum ausgeschaltet war und Kinder als Kurrende gekleidet mit Kerzen in der Hand zum Altarraum schritten, um dort Aufstellung zu nehmen, ließ es sich kaum vermeiden, einige Tränen festlicher Ergriffenheit und Rührung zu vergießen.

Während und nach dem Ausmarsch der Kerzenkinder bedankte sich das Publikum bei allen Mitwirkenden mit lang anhaltendem Beifall für das gelungene Programm. Die freundliche Bitte, zwischen den einzelnen Darbietungen von Beifallsbekundungen abzusehen, erwies sich nicht nur aus Zeitgründen als recht günstig, sondern vor allem für die künstlerische Geschlossenheit des Programms wurde das als sehr angenehm empfunden.
Unser 1.Vorsitzender, Falk Böttger, dankte abschließend allen Mitwirkenden, den künstlerischen Leitern und den zahlreich erschienenen Zuhörern. Letztere bat er, auch weiterhin dem Polizeichor Dresden gewogen zu bleiben und auch in Zukunft ein treues Publikum zu sein. Der freundlichen Spendenaufforderung, für das Kinderkurheim Volkersdorf, in dem Kinder aus dem Gebiet um Tschernobyl einige erholsame Tage verbringen können, und dem Verein Karo, der sich für Kinder und Frauen engagiert, kamen viele in großzügiger Weise nach.
Zum Tagesausklang fanden sich die Sänger aus Schwerin und Dresden zum „Sächsischen Abend“ im Waldschlösschen zusammen. Hier wurde noch einmal den Verantwortlichen und Mitwirkenden für das Gelingen der beiden Konzerte gedankt und die Gelegenheit genutzt, sich gegenseitig Gastgeschenke zu übergeben.
Insgesamt waren es gelungene Veranstaltungen, die so richtig in Weihnachtsstimmung versetzen konnten.


